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Vorwort Das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. legt seinen Jahresbericht 2013 vor. In diesem Bericht wird einerseits das Selbstverständnis des Vereins Netzwerk Kinder-freundliche Stadt e.V. dargestellt, andererseits enthält der Bericht einen Überblick über die wichtigsten Aktivitäten. Festgestellt werden kann an dieser Stelle: o Der Verein Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. hat sich als anerkannter Träger der Jugendhilfe weiter etabliert. o Es ist den Verantwortlichen gelungen, den Gedanken des Netzwerkes profi-liert zu differenzieren und weiterzuentwickeln. der Verein Aufgabe des Vereins Der Verein Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. hat – lt. seiner Satzung – sich die Förderung o der öffentlichen Gesundheitspflege o der Jugendpflege und der Jugendfürsorge o der Erziehung, der Volks- und Berufsbildung o der Bildung für nachhaltige Entwicklung o Kinder- und Jugendhilfe vorgenommen. Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch die För-derung o des europäischen Austausches in Bezug auf die Vereinszwecke o eines Informations- und Forschungsnetzes sowie eines Kontaktpools zum Thema verhaltensauffällige und hyperaktive Kinder auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene o der Projektarbeit für ADS / ADHS-Kinder o von kreativen, innovativen Bildungsprojekten o des ökologischen Bewusstseins und der Umweltbildung o die Errichtung eines Netzwerkes diverser Institutionen der Kinderbetreu-ungs- und Kinderhilfsorganisationen, mit dem Ziel einer kinder- und fami-lienfreundlichen Umwelt, Erhaltung und Ausbau positiver Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien. Der Verein hat darüber hinaus das Ziel, ein Kinderbüro in Fürth zu installieren. Zu diesem Zweck leistet er Öffentlichkeitsarbeit und ist verantwortlich für die Ausarbeitung eines Konzeptes. Er unterstützt die laufende Arbeit des Kinderbüros im Rahmen seiner Möglichkeiten. Das Kinderbüro arbeitet mit der Stadtverwaltung zusammen, um die Situation von Kindern und Jugendlichen in der Stadt Fürth zu verbessern. Der Verein hat sich ferner zum Ziel gesetzt, neue Schul-, Lehr- und Lernformen zu fördern. Dazu zählen: o Kreative Bildungs- und Schulprojekte o Erlebnispädagogische Projekte o Umweltpädagogische Projekte Zu diesem Zweck leistet er Öffentlichkeitsarbeit und unterstützt die Finanzierung von Projekten im Rahmen seiner Möglichkeiten. Der Verein kann außerdem zur Umsetzung des Vereinszwecks Gesellschaften, Or-ganisationen oder/und Einrichtungen schaffen sowie weitere Projekte mit Kindern fördern, mit anderen Partnern gemeinsam betreiben oder von anderen betreiben lassen. Er kann zur Förderung dieser Arbeit Fremdmittel und Eigenmittel einsetzen. Die Arbeit des Vereins soll ethisch, wissenschaftlich und fachlich begründet sein und dem Stande der wissenschaftlich-fachlichen Erkenntnisse entsprechen. Der Verein arbeitet auf überparteilicher und überkonfessioneller Grundlage. Der Verein ist gemeinnützig tätig. Als anerkannter Träger der Jugendhilfe ist er Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband. Vorstand Der satzungsgemäße Vortand des Vereins Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. besteht aus der ersten Vorsitzenden, Maria Fontana-Eberle, der zweiten Vorsitzenden, Manuela Fazzi der dritten Vorsitzenden, Lisa Schenke der Schriftführerin Heidi Fürst dem Schatzmeister Benedetto Fontana Struktur Der Verein ist aufgrund neuer, aktiver Mitglieder (vergl. § 7 der Satzung) dabei, sein Selbstverständnis als Netzwerk stärker auszuprägen. Die Arbeit des Vereins gliedert sich derzeit in 4 Referate: o Referat Kinderpolitik o Referat AD(H)S & Co – Gemeinsam Wachsen o Referat Bildung & Kultur o Referat Öffentlichkeitsarbeit & Netzwerkarbeit Das Referat Öffentlichkeitsarbeit & Netzwerkarbeit bestimmt zu wesentlichen Teilen die Arbeit des Vorstands. das Büro Das Büro mit Lagerräumen befindet sich in der Mannhofer Straße 30. Referat AD(H)S & Co – Projekt ‚Gemeinsam Wachsen‘ Das Forum ADHS & Co wurde unter Federführung von Maria Fontana-Eberle weiter for-ciert mit dem Ziel, ein Netzwerk für Fachleute aus Therapie, Pädagogik, Erziehungswis-senschaft und Medizin aufzubauen. Zu diesem Zweck pflegen die Partner des Netzwerks die Kooperation mit Neurobiologe Prof. Dr. Gerald Hüther, zur Förderung des Projektes ‚Gemeinsam wachsen’. Im Januar wurden Vorträge an verschiedene Grundschulen ange-boten, um betroffene Familien über alternative Angebote zu informieren. Im April 2013 bis April 2014 beteiligten sich fünf Familien am Projekt. Das Projekt richtet sich an max. 10 Grundschulkinder und deren Eltern. Die Kinder werden in der Schule von den Lehrern als massiv verhaltensauffällig (Lese-Rechtschreibschwäche, Konzentrationsschwäche, Aufmerksamkeitsschwäche, Probleme im koordinatorischen Bereich, körperliche Unruhe) mit Verdacht auf AD(H)S beschrieben; der Schulerfolg ist dadurch gefährdet und eine Integration in die Klassengemeinschaft ist brüchig. Die Kinder kommen aus der Stadt Fürth bzw. besuchen in Fürth die Grundschule. Die Besonderheit des Projekts besteht darin, dass in einer sehr konzentrierten Aktion das gesamte Familiensystem einbezieht und auf eine Unterstützung durch Psychopharmaka bewusst verzichtet. Seit 2010 pflegen die Projektleiter die Kooperation mit der Sinn Stif-tung München und engagieren sich bundesweit für eine Vernetzung. Kinderrechteweg – besondere Kennzeichnung! Die sieben Standorte vom Kinderrechteweg wurden mit bunten Kinderfußabdrücken ge-kennzeichnet. Am jeweiligen Gehweg weisen drei Kinderfußabdrücke in den drei Farben der deutschen Fahne auf den Kinderrechteweg hin. In Kooperation mit den Jugendlichen von Elan Beschäftigungsgesellschaft haben Grundschüler in Fürth das vom Netzwerk Kin-derfreundliche Stadt e.V. konzipierte Projekt Kinderrechteweg gekennzeichnet. Das Netzwerk engagiert sich für die Kinderrechte und organisiert jährlich als Mitveran-stalter des Weltkindertages in Fürth den Kinderrechteweg. Seit 2008 sind bereits sieben Kunstwerke zu den Kinderrechten entstanden - insgesamt sind 10 geplant. Der Kinder-rechteweg, das bundesweit große Anerkennung erfahren hat, wurde von der Kulturstif-tung '365 Orte im Land der Ideen' als ausgewählter Ort 2009 ausgezeichnet, vom Deut-schen Kinderhilfswerk im Kinderrechtekoffer als beispielhaftes Projekt prämiert und auf-genommen sowie vom Kinderschutzbund Karlsruhe zur Produktion einer DVD zu den Kin-derrechten ausgewählt wurde. Kinder und Jugendliche setzen sich zum Weltkindertag mit einem Kinderrecht künstlerisch und pädagogisch auseinander und gestalten unter Anleitung von Künstlern ein Kunstobjekt. Es liegt dem Netzwerkteam am Herzen, dass Kinder und Jugendliche über ihre Rechte informiert werden und zu Themen, die sie direkt betreffen an den politischen Prozessen und Verwaltungsentscheidungen beteiligt werden. Der Kinderrechteweg soll die Bürger auf die Kinderrechte aufmerksam machen und Kin-der und Jugendliche ermutigen, ihre Kinderrechte wahrzunehmen. Während einer Projektwoche im Juli, vom 22. bis 26., gestalteten 23 Schüler der Hans-Sachs-Grundschule mit Ihrer Klassenleitung, Herrn Hofmann, unter Anleitung der Mosaik-Künstlerin, Margaretha Mayr, eine Betonwand und einen Beton-Blumengefäß im Ein-gangsbereich der Schule. Zum Recht auf elterliche Fürsorge kreierten sie vier bunte Tier-Motive, eine „Enten-, Elefanten-, Pinguin, Zebra-Familie. So schufen sie im Ein-gangsbereich der Schule eine außergewöhnliche Stimmung. Das Projekt war ein toller Er-folg! Es hat sehr viel Spaß gemacht! 08. Juni von 13 Uhr bis 16 Uhr Weltspieltag in der Fußgängerzone Unter dem Motto ‚Spielen bildet!’ Das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. ist seit 2010 in Fürth Initiator des Weltspielta-ges. Als Veranstalter und Mitglied im „Bündnis Recht auf Spiel“ organisiert es mit vielen Aktionspartnern die Gestaltung einer Spielstraße in der Fußgängerzone. Es entstanden 10 bunte Spielstationen. Es war wieder ein toller Erfolg und so hatten Klein und Groß viel Spaß miteinander! Ab 14 Uhr gestalteten Schüler des Heinrich-Schliemann-Gymnasium unter der Anleitung von Dipl. Päd. Alexandra Szymaniak eine hochkarätige Podiumsdiskussion zum Thema. Dazu konnten wir Herrm Dr. Kratz von der Universität Erlangen, Frau Dr. med. Hedwig Obermeyer als Gäste der Podiumsdiskussion gewinnen. Weitere eingeladene Gäste waren Herr Bürgermeister Markus Braun sowie engagierte Fachleute aus Schule, KiTa, thera-peutischen und pädagogischen Arbeitsbereich und von der Sinn Stiftung, Frau Keller, Ergotherapeutin. Mit dem diesjährigen Motto möchten wir darauf aufmerksam machen, dass Lernen mehr als Schule ist und möchten wiederum insbesondere Schulen ermutigen, dem freien Spiel im Schulalltag Raum zu geben! Schulen, Kindertagesstätten, Familien, Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie Kinder- und Jugendverbände wurden dazu aufgerufen, in unserer Stadt eine beispielgebende und öffentlichkeitswirksame (Spiel)Aktion zu gestalten. Das Spielfest wurde um 13 Uhr von Afrikanisch Trommeln eröffnet. 20 Trommelbegeis-terte aus Jung und Alt werden bis 15 Uhr wieder ‚den Ton angaben. Für die ganze Familie gab es Mitmachaktionen: Geschicklichkeitsspiele aus Omas-Zeiten, wie Sackhüpfen, Stelzenlaufen oder Einrad-Fahren sowie knifflige Aufgaben lösen, wie das Fürther Memory-Spiel mit spannenden Quizfragen. Spielen bildet! Kinder brauchen Platz und Bewegung für eine gesunde körperliche Entwicklung und um zu lernen. In einer Gesellschaft mit immer weniger Kindern und starken Bedürfnissen der älteren Generation ist ein abnehmendes Verständnis für das lautstarke Spielen zu ver-zeichnen. Mit dem Weltspieltag will das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt als Mitglied im Deutschen Kinderhilfswerk gemeinsam mit seinen Partnern im Bündnis Recht auf Spiel die Bedeutung des Spiels für Kinder ins Bewusstsein rufen und mehr Akzeptanz für spielende Kinder fördern. Die Botschaft zum Motto „Spielen bildet" “die spielen ja nur…”! Spielen ist nicht nur eine Grundbedingung für Lern- und Bildungs-prozesse, sondern Lernen an sich und wird häufig unterschätzt. Kinder begreifen spielend die Welt! Sie wollen sich und die Welt entdecken und verstehen, sich ihren Gesetzmäßig-keiten annähern und sich mit unbekannten Dingen vertraut machen! Das kindliche Spiel ist also keineswegs ein Nebenprodukt ihrer Entwicklung! Bei zunehmendem Ganztagsbetrieb an Schulen stellt sich aber die Frage, wie man vor Ort dem Bedürfnis der Kinder nach Spiel, Freizeit, Ruhe und Erholung im Sinne des Art. 31 der Kinderrechtskonvention gerecht werden kann. Denn gerade das freie Spiel bietet die besten Möglichkeiten, soziale, kognitive und motorische Kompetenzen zu entwickeln. 07. Juli - 9. spektakuläres Benefiz-Gummi-Entenrennen zugunsten des Netzwerk Kinderfreundliche Stadt Spektakuläres Benefiz-Gummi-Entenrennen unter der Schirmherrschaft von Herrn Ober-bürgermeister Dr. Thomas Jung und in Kooperation mit der SpVgg Greuther Fürth. Es wurden sowohl 1000 Gummienten von zehn Fürther Unternehmer als auch die Hauptpreise und über 100 Sachpreise von Unternehmer aus der gesamten Metropolregion gesponsert. Wegen des großen Andrangs wurden die Enten erst kurz nach 14 Uhr von der DLRG am Engelhardtsteg zu Wasser gelassen. Mehr als 1.000 Besucher säumten die Strecke um Ihre flinken Favoriten auf der Pegnitz lautstark anzufeuern. Der Verkauf über unsere Verkaufsstellen aus der Fürther Innenstadt lief sehr gut. Denn die beliebten „Greuther-Enten“ waren bereits drei Tage vor dem Rennen ausverkauft! Die Veranstaltung war wieder ein riesen Erfolg! Der Erlös der Benefiz-Veranstaltung fließt zu 100% auch dieses Jahr in die umfangreiche Vereins- und Projektarbeit ‚Gemeinsam Wachsen‘ des Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. und somit in die Förderung und Stärkung von Kindern und deren Recht auf individuelle Entfaltung. 28. September - Weltkindertag Gemeinsam mit vielen Partnern als Initiator und Mitveranstalter organisierte das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt mit dem Stadtjugendring und dem Spielhaus, Abteilung Jugendarbeit den Weltkindertag im Südstadtpark. Sowohl Kinder, Jugendliche als auch Erwachsene waren vom vielfältigen Angebot begeis-tert: Kinder- und Jugendbühne, Spiellandschaften, Erlebnisstationen, Workshops, Theater, Ausstellungen, Infostände, Lesung, Livemusik, buntes Bühnenprogramm. Alle Aktionspartner haben mit ihren Angeboten den Kinderrechten in Fürth mehr Gel-tung verschafft: 14. Dezember - Altstadtweihnacht Das Netzwerkteam veranstaltete am Samstag, den 14.12., zur Altstadtweihnacht am Waagplatz, eine interaktive Clown-Show für Kinder, die sich mit großer Begeisterung an der lustigen Aktion beteiligten. Zum Abschluss bekamen die Kinder einen riesigen Applaus und vom Netzwerkteam Post-karten aus dem Schulmalwettbewerb 2009 angeboten, die Grundschüler im Rahmen ihres Kunstunterrichts gestaltet hatten – für das Publikum gegen eine freiwillige Spende. Ausblick 2014 April 2013 bis März 2014 startet ‚Gemeinsam Wachsen‘ die zweite Projekt-Staffel. Das Team begleitet fünf weitere Familien. 31. Mai - Weltspieltag Unter dem Motto Weltspieltag ‚Spielen bildet’, veranstalten wir in der Fußgängerzone mit vielen Aktionspartnern 10 Spielstationen. Auftakt mit einer Feuer- und Jonglage-Show. 13. Juli - Fürther Entenrennen in Kooperation mit SpVgg Greuther Fürth zum Fürth Fes-tival auf der Pegnitz. 27. September Weltkindertag in Kooperation mit dem Stadtjugendring und Spielhaus 13. Dezember „Altstadtweihnacht“ Kindergeschichten werden von Autoren der Region vorgelesen. Fürth, März 2014 f.d.R. Maria Fontana-Eberle 1. Vorsitzende